Fotolia 73868470 SubscriptiSoziotherapie ist eine Betreuungsleistung nach §37a SGB V.
Sie richtet sich an psychisch schwer erkrankte Menschen, denen sie ermöglichen soll, ambulante ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen und damit Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Soziotherapie unterstützt Sie nachhaltig bei der Bewältigung Ihres Alltags und findet im Ihrem sozialen Umfeld statt.

Patienten mit folgenden Diagnosen können Soziotherapie in Anspruch nehmen:
  • Schizophrenie und schizotype Störung
  • anhaltende/ induzierte wahnhafte Störungen
  • schizoaffektive und affektive Störungen
  • (gegenwärtig) schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (im Rahmen einer bipolaren affektiven oder rezidivierenden depressiven Störung)

In begründeten Einzelfällen auch bei schweren psychischen Störungen und Verhaltensstörungen im Zusammentreffen mit:
  • relevanten psychiatrischen oder somatischen Co-Morbiditäten (z.B. Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen, Mobilitätseinschränkungen oder chronischen Schmerzerkrankungen)
  • Fähigkeitseinschränkungen im Bereich der Alltagsorganisation
  • Fähigkeitseinschränkungen im Bereich der Inanspruchnahme und Koordinierung ärztlicher und ärztlich verordneter Leistungen
  • stark eingeschränkter Wegefähigkeit

Zur Verordnungen von 5 Probeterminen durch den Hausarzt genügt auch der Verdacht auf eine schwere psychische Erkrankung, wenn zu befürchten ist, dass bei einer Überweisung an den Facharzt die Leistung nicht in Anspruch genommen wird.

Die Kosten werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Gern unterstützen wir Sie bei der Antragstellung. Selbstverständlich können Sie die Leistung auch auf eigene Kosten in Anspruch nehmen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen definiert Soziotherapie wie folgt:
"Schwer psychisch Kranke sind häufig nicht in der Lage, Leistungen, auf die sie Anspruch haben, selbständig in Anspruch zu nehmen. Soziotherapie soll ihnen die Inanspruchnahme ärztlicher und ärztlich verordneter Leistungen ermöglichen. Sie soll dem Patienten durch Motivierungsarbeit und strukturierte Trainingsmaßnahmen helfen, psychosoziale Defizite abzubauen; der Patient soll in die Lage versetzt werden, die erforderlichen Leistungen zu akzeptieren und selbständig in Anspruch zu nehmen. Sie bietet koordinierende und begleitende Unterstützung und Handlungsanleitung für schwer psychisch Kranke auf der Grundlage von definierten Therapiezielen. Dabei kann es sich auch um Teilziele handeln, die schrittweise erreicht werden sollen.“
Daheim STATT HEIM Eingliederungshilfe
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